Chemiker im Kindergarten II

Knapp ein Jahr ist vergangen seit die Jungchemiker die noch jüngeren Chemiker in der Kindertagesstätte Seestraße im Rahmen der Young Spirit Initiative besucht hatten. Es wurde also wieder einmal Zeit! Am 19.01.2016 galt es daher, eine neue Gruppe von knapp 20 Kindern im Alter von 4-5 Jahren mit einfachen Versuchen langsam und spielerisch an die Wissenschaft heranzuführen. Nach einer Sicherheitsunterweisung für die Kinder und dem Verteilen der Schutzbrillen ging es auch gleich los. Wie bereits vor einem Jahr wurden wieder begeistert Kerzen mit einem selbstgebauten Feuerlöscher gelöscht, durch Smarties gefärbtes Wasser mit einem schwarzen mystischem Pulver entfärbt und die Tinten von verschiedenen wasserlöslichen Filzstiften durch Papierchromatographie in ihre Bestandteile getrennt. Vor allem dieser Versuch wurde begeistert durchgeführt und immer weiter nach mehr Papier gefragt, um noch bessere neue Bilder zu kreieren. Neben den altbewährten Versuchen wurde auch ein neuer Versuch vorgestellt, bei dem ein Schatz in Form einer Münze geborgen werden musste. Der Clou daran? Der Schatz befand sich unter Wasser und die Bergung sollte nur mit einer brennenden Kerze, einem Glas und selbstverständlich trocken bleibenden Fingern vollzogen werden. Nach knapp zwei Stunden war die Experimentierzeit um. Wir hoffen die Kindertagesstätte in einem Jahr wieder besuchen zu dürfen und eine neue Gruppe von Kindern mit unserem Programm begeistern zu können.

Besichtigung des Werks Stade der DOW Chemical Company

DOWAm 01. Oktober 2015 besuchte das JCF Hamburg gemeinsam mit dem JCF Würzburg das Werk Stade der DOW Chemical Company. Die DOW ist mit einem weltweiten Umsatz von mehr als 50 Mrd. Dollar das zweitgrößte Chemieunternehmen der Welt. Nach der Ankunft am Werk wurden die Jungchemiker von einem Verfahrenstechniker in Empfang genommen, der bereits viele Jahre für DOW tätig ist. Bei Kaffee und belegten Brötchen stellte er das Unternehmen und den Standort Stade vor. Nach der kurzweiligen Einführung folgte die Werkbesichtigung. Während die großen Produktionsanlagen für die Herstellung von Chlor, Polycarbonaten, chlorierten Kohlenwasserstoffen, METHOCEL™ und DOWEX™ aus der Entfernung beobachtet werden konnten, wurden die Jungchemiker von einem weiterem Mitarbeiter durch eine MDI-Produktionsanlage geführt. MDI steht für Methylendiphenylisocyanat und ist eine der Grundkomponenten für die Herstellung von Polyurethanen. Neben der Größe waren die verfahrenstechnischen Aspekte dieser Produktionsanlage sehr beeindruckend. Dies gilt besonders, da bei der Herstellung von MDI mit Anilin, Phosgen und Formaldehyd gearbeitet wird, welches nicht in die Natur freigesetzt werden darf. Alles in allem war die Besichtigung des Werks Stade der DOW Chemical Company eine schöne Abwechslung zum Universitätsalltag und ermöglichte den Jungchemikern einen Einblick in einen modernen und vielfältigen Produktionsstandort der Chemieindustrie.
Das JCF Hamburg dankt dem JCF Würzburg für die Organisation der Werksbesichtigung und würde sich freuen, die Würzburger bald wieder in Hamburg begrüßen zu dürfen.

Vortragsreihe Berufsbilder: Berufseinstieg in der Kraftstoffforschung bei Shell

Im Rahmen der Vortragsreihe Berufsbilder hielt Jan-Hendrik Redmann am 9. Juli einen Vortrag über das Thema Berufseinstieg in der Kraftstoffforschung bei Shell. Herr Redmann ist ehemaliger Student der Universität Hamburg und arbeitet heute bei der Shell Global Solutions Deutschland GmbH. Zunächst wurde das Unternehmen vorgestellt und er gab uns einen anschaulichen Einblick in seinen Arbeitsalltag. Nicht fehlen durfte natürlich eine kurze Vorstellung der aktuellen Kraftstoffforschung bei der Shell. Im zweiten Teil des Vortrags wurde sich dann der Frage „Wie werde ich Mitarbeiter bei Shell?“ gewidmet. Neben dem Bewerbungsprozedere wurde das sogenannte Shell Graduate Programm für Hochschulabsolventen präsentiert. Im Anschluss an den Vortrag wurden in gemütlicher Runde bei Brötchen und Getränken noch offene Fragen von Herrn Redmann beantwortet.

„Was macht ein Chemiker eigentlich, wenn er nicht im Labor steht?“

Ein Vortrag von Dr. Thomas Wiesemann (Biomol GmbH), 19.11.2015.

Am Donnerstag, 19.11.15, hatte das JungChemikerForum Herrn Dr. Thomas Wiesemann von der Biomol GmbH zu Gast. Im Rahmen der Vortragsreihe „Berufsbilder“ berichtete Herr Wiesemann aus seinem Arbeitsalltag als Leiter des Bereichs Marketing, wissenschaftliche Kommunikation & IT. Biomol ist ein Biotechnologieunternehmen, das diverse Chemikalien, vor allem für die biomedizinische Forschung, international vertreibt und seinen Sitz in Hamburg-Altona hat.

Außerdem gab Herr Wiesemann einen Einblick über seinen beruflichen Werdegang, welcher zunächst nicht in Richtung Naturwissenschaft orientiert war. Nach seinem Grafikstudium entschied sich Herr Wiesemann schließlich doch für ein biochemisches Studium an der Universität Bremen und promovierte an der TU HH-Harburg im Bereich Biotechnologie (heute „Technische Biokatalyse“) mit dem Thema „Enzymmodifikation zur Herstellung natürlicher und künstlicher Penicillinamidase-Varianten“.Des Weiteren erläuterte er die Basics in Vertrieb und Außenhandel.

Herr Dr. Wiesemann und Nele Treblin

Herr Dr. Wiesemann und Nele Treblin

Nach dem Vortrag hatten die Studierenden Gelegenheit mit Herrn Wiesemann ins Gespräch zu kommen. Besonderes Interesse zeigten die Zuhörer an dem Thema, wie man als Wissenschaftler in einen betriebswirtschaftlichen Beruf einsteigen kann. Abschließend saßen alle Beteiligten bei Speis und Trank zusammen und ließen den Abend ausklingen.

Bericht über die 1. Klausurtagung der JCF-Regionalforen

Vom 10.-12. Juli 2015 fand auf der Burg Hessenstein in Mitteldeutschland die erste Klausurtagung der JCF-Regionalforen statt. Insgesamt nahmen etwa 50 Jungchemiker aus 19 Regionalforen an der Tagung teil. Das JCF-Hamburg wurde dabei von Kristine und Nils vertreten. Die Tagung wurde von dem Bundesvorstand des Jungchemikerforums geplant und anschließend auch moderiert. Als Ziel der Veranstaltung galt es die Regionalforen weiter zu vernetzen, Kompetenzen und Ideen innerhalb der Regionalforen auszutauschen und sich im Großen und Ganzen einfach kennenzulernen.

Die Teilnehmer der ersten JCF Klausurtagen auf der Burg Hessensteein

Die Teilnehmer der ersten JCF Klausurtagen auf Burg Hessenstein

Teambuilding

Teambuilding durch verschiedene Gruppenübungen

Diskussionsrunde

Diskussionsrunde nach den interessanten Vorträgen

Bereits kurz nach der Anreise am Freitagabend begann die Tagung mit einem Vortrag von Prof. Klaus Roth über die „Chemie eines Espressos“. Nach einem anschließenden fröhlichen Zusammensein am Lagerfeuer mit Stockbrot, Getränken und anregenden Gesprächen fand am nächsten Morgen eine Kurzvorstellung der angereisten Regionalforen statt. Es folgten verschiedene Workshops und Seminare, organisiert von angereisten Vertretern namhafter deutscher Chemieunternehmen wie Merck, Beyer und Altana. In den Workshops haben wir erarbeitet wie die verschiedenen Regionalforen besser zusammenarbeiten können, was die Ziele dieser Zusammenarbeit sein könnten und welchen Nutzen Firmenkooperationen für beide Seiten haben können. Zwischen den einzelnen Workshops wurde das Gruppengefüge der Jungchemiker durch verschiedene sportliche oder weniger sportliche Teambuilding-Events gestärkt.

Am letzten Tag des Wochenendes wurden noch zwei Vorträge über den strukturellen Aufbau der GDCh und den Umgang mit Finanzmitteln in den Regionalforen gehalten. Anschließend galt es die Veranstaltung zu evaluieren und kritisches Feedback zugeben. Es kristallisierte sich schon in der Feedbackrunde heraus, dass die Veranstaltung ein voller Erfolg war und alle Jungchemiker mit sehr viel Input und neuen Ideen in ihre Heimatstädte zurückfahren werden. Das JCF-Hamburg freut sich jetzt schon auf die 2. Klausurtagung der Regionalforen im nächsten Jahr.

Vortrag zur Vernichtung von Chemiewaffen

In diesem Jahr wird dem unrühmlichen hundertjährigen Jubiläum des Chlorgaseinsatzes in Ypern gedacht. Aus diesem Anlass hatten wir am 02.07.2015 Herrn Dr. Weber vom Sanitätsdienst der Bundeswehr zu Gast.

Zunächst erhielten die zahlreichen Zuhörer einen Einblick in die Entwicklung der chemischen Kampfstoffe im historischen Kontext, sowie einen Überblick über ihre chemischen und physikalischen Eigenschaften. Die Rolle der Bundeswehr im Prozess der Vernichtung der, speziell syrischen, Chemiewaffen traf auf breites Interesse. Als Laborleiter der Laborgruppe „Chemie der Gifte/Kampfstoffanalytik“ konnte Herr Weber auch einen Einblick über die alltäglichen Aufgaben im Labor geben. Über internationale Bemühungen zur Durchsetzung und Einhaltung des Chemiewaffenverbotes konnte uns Herr Weber ebenfalls informieren.

  

Sprecherwahl

Am 16.04.2015 wurde das JCF-Regionalsprecherteam neu gewählt. Bei Bier und Brezeln wurden Dirk Landschulze (Sprecher) und Timo Stein (Kassenwart) in ihren Posten bestätigt . Neu ins Sprecherteam gewählt wurden Nils Jeschik (stellv. Sprecher) und Christian Rothmann (Schriftführer).

Hacked By Shade

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